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Was ist ein EC-IC-Bypass?

Der Begriff EC-IC-Bypass steht für ExtraCraniell-IntraCranieller Bypass: eine mikrochirurgische Operation, bei der eine Verbindung zwischen einem Gefäß außerhalb des Schädels und einer Arterie an der Oberfläche des Gehirns hergestellt wird.

 

Ziel ist es, den Blutfluss zum Gehirn zu verbessern oder eine gefährdete Hirnarterie zu ersetzen. Vereinfacht gesagt entsteht ein natürlicher Umgehungskreislauf – ähnlich wie bei einem Bypass am Herzen –, der eine Region des Gehirns stabil versorgt, wenn die übliche Durchblutung nicht ausreicht oder ein Gefäß sicher ersetzt werden muss.

Wann kommt ein Bypass zum Einsatz?

Ein Bypass wird auf zwei sehr unterschiedliche Arten eingesetzt: als Flussersatz, wenn eine Arterie aufgegeben werden muss, oder zur Blutflusserhöhung, wenn die vorhandene Durchblutung nicht mehr ausreicht.

Flussersatz

Bei komplexen, fusiformen oder raumfordernden Aneurysmen, seltenen Bindegewebserkrankungen, Tumoren oder Schädelbasiserkrankungen mit Gefäßbeteiligung, Infektionen der hirnversorgenden Halsarterien.

Blutflusserhöhung

Bei Moyamoya-Erkrankung und moyamoya-ähnlichen Erkrankungen sowie bei steno-okklusiven Erkrankungen mit anhaltenden oder wiederkehrenden Schlaganfällen unter maximaler medikamentöser Therapie.

Was ist ein EC-IC-Bypass?

Der Begriff EC-IC-Bypass steht für ExtraCraniell-IntraCranieller Bypass: eine mikrochirurgische Operation, bei der eine Verbindung zwischen einem Gefäß außerhalb des Schädels und einer Arterie an der Oberfläche des Gehirns hergestellt wird.

 

Ziel ist es, den Blutfluss zum Gehirn zu verbessern oder eine gefährdete Hirnarterie zu ersetzen. Vereinfacht gesagt entsteht ein natürlicher Umgehungskreislauf – ähnlich wie bei einem Bypass am Herzen –, der eine Region des Gehirns stabil versorgt, wenn die übliche Durchblutung nicht ausreicht oder ein Gefäß sicher ersetzt werden muss.

Wann kommt ein Bypass zum Einsatz?

Ein Bypass wird auf zwei sehr unterschiedliche Arten eingesetzt: als Flussersatz, wenn eine Arterie aufgegeben werden muss, oder zur Blutflusserhöhung, wenn die vorhandene Durchblutung nicht mehr ausreicht.

Flussersatz

Bei komplexen, fusiformen oder raumfordernden Aneurysmen, seltenen Bindegewebserkrankungen, Tumoren oder Schädelbasiserkrankungen mit Gefäßbeteiligung, Infektionen der hirnversorgenden Halsarterien.

Blutflusserhöhung

Bei Moyamoya-Erkrankung und moyamoya-ähnlichen Erkrankungen sowie bei steno-okklusiven Erkrankungen mit anhaltenden oder wiederkehrenden Schlaganfällen unter maximaler medikamentöser Therapie.

Im Fokus: Die Moyamoya-Erkrankung

Was ist Moyamoya?

Die Moyamoya-Erkrankung ist eine seltene, fortschreitende Verengung der großen hirnversorgenden Arterien an der Schädelbasis – vor allem der inneren Halsschlagader und ihrer Hauptäste.

Als Reaktion bildet der Körper ein feines Netz zarter Ersatzgefäße, das in der Gefäßdarstellung wie ein Rauchwölkchen aussieht; daher der japanische Name „Moyamoya“. Diese Ersatzgefäße sind jedoch instabil: Es drohen Schlaganfälle durch Minderdurchblutung und – seltener – Hirnblutungen.

Welche Formen gibt es?

Unterschieden werden die Moyamoya-Erkrankung im engeren Sinne (meist beidseitig, ohne erkennbare Ursache) und das Moyamoya-Syndrom, das im Rahmen einer Grunderkrankung auftritt – zum Beispiel bei Neurofibromatose Typ 1, Down-Syndrom, Sichelzellanämie oder nach einer Strahlentherapie des Kopfes. Auch einseitige Verläufe kommen vor.

Das Fortschreiten der Gefäßveränderungen wird in der Gefäßdarstellung in die Stadien I–VI nach Suzuki eingeteilt; ergänzend beurteilen wir den Schweregrad anhand der Beschwerden, der Durchblutungsreserve und der MRT-Befunde.

Wie wird behandelt?

Medikamente allein können das Fortschreiten der Engstellen nicht aufhalten; Blutverdünner wie ASS senken das Risiko von Gerinnseln nur begrenzt.

Die einzige nachhaltig wirksame Behandlung ist die operative Wiederherstellung der Durchblutung (Revaskularisation): als direkter Bypass (meist zwischen der oberflächlichen Kopfarterie und einer Hirnarterie, STA-MCA-Bypass), als indirektes Verfahren, bei dem gut durchblutetes Gewebe auf die Hirnoberfläche gelegt wird und dort neue Gefäße einsprossen (z. B. Enzephalo-Myo-Synangiose), oder als Kombination beider Techniken.

Ob und wann operiert wird, entscheiden wir interdisziplinär – auf Grundlage der Beschwerden, der Bildgebung und der Perfusionsdiagnostik mit Prüfung der Reservekapazität.

Im Fokus: Die Moyamoya-Erkrankung

Was ist Moyamoya?

Die Moyamoya-Erkrankung ist eine seltene, fortschreitende Verengung der großen hirnversorgenden Arterien an der Schädelbasis – vor allem der inneren Halsschlagader und ihrer Hauptäste.

Als Reaktion bildet der Körper ein feines Netz zarter Ersatzgefäße, das in der Gefäßdarstellung wie ein Rauchwölkchen aussieht; daher der japanische Name „Moyamoya“. Diese Ersatzgefäße sind jedoch instabil: Es drohen Schlaganfälle durch Minderdurchblutung und – seltener – Hirnblutungen.

Welche Formen gibt es?

Unterschieden werden die Moyamoya-Erkrankung im engeren Sinne (meist beidseitig, ohne erkennbare Ursache) und das Moyamoya-Syndrom, das im Rahmen einer Grunderkrankung auftritt – zum Beispiel bei Neurofibromatose Typ 1, Down-Syndrom, Sichelzellanämie oder nach einer Strahlentherapie des Kopfes. Auch einseitige Verläufe kommen vor.

Das Fortschreiten der Gefäßveränderungen wird in der Gefäßdarstellung in die Stadien I–VI nach Suzuki eingeteilt; ergänzend beurteilen wir den Schweregrad anhand der Beschwerden, der Durchblutungsreserve und der MRT-Befunde.

Wie wird behandelt?

Medikamente allein können das Fortschreiten der Engstellen nicht aufhalten; Blutverdünner wie ASS senken das Risiko von Gerinnseln nur begrenzt.

Die einzige nachhaltig wirksame Behandlung ist die operative Wiederherstellung der Durchblutung (Revaskularisation): als direkter Bypass (meist zwischen der oberflächlichen Kopfarterie und einer Hirnarterie, STA-MCA-Bypass), als indirektes Verfahren, bei dem gut durchblutetes Gewebe auf die Hirnoberfläche gelegt wird und dort neue Gefäße einsprossen (z. B. Enzephalo-Myo-Synangiose), oder als Kombination beider Techniken.

Ob und wann operiert wird, entscheiden wir interdisziplinär – auf Grundlage der Beschwerden, der Bildgebung und der Perfusionsdiagnostik mit Prüfung der Reservekapazität.

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