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Diagnose Hirnaneurysma

Ich habe die Diagnose – was bedeutet das jetzt?

Die meisten Menschen erfahren zufällig von ihrem Aneurysma. Sie stehen dann unvermittelt vor einem Wort, das zunächst sehr bedrohlich klingt. Deshalb zuerst das Wichtigste: Ein unrupturiertes  Aneurysma ist kein Notfall. Sie haben Zeit. Zeit, sich zu informieren, Zeit, sich beraten zu lassen, und Zeit, eine Entscheidung nicht überstürzen zu müssen.

Warum nicht jedes Aneurysma behandelt werden sollte

Ein Hirnaneurysma kann auf unterschiedliche Weise behandelt werden – zum Beispiel von innen über einen Katheter oder im Rahmen einer Operation. Beide Verfahren sind bewährt, aber nicht ohne Risiken. In seltenen Fällen können sie zu bleibenden gesundheitlichen Schäden führen oder sogar lebensbedrohlich sein.

Deshalb gilt: Je geringer das persönliche Risiko ist, dass das Aneurysma zu einer Blutung führen könnte, desto sorgfältiger muss geprüft werden, ob eine Behandlung überhaupt einen Vorteil bringt. In manchen Fällen kann sie mehr Risiken mit sich bringen als das Aneurysma selbst.

Eine Behandlung ist deshalb eine gut begründete Option - aber nicht automatisch die beste Entscheidung.

Das Risiko in Zahlen 

Über alle Aneurysmen hinweg ist das Risiko einer Blutung sehr niedrig:

Von 1.000 Menschen mit einem Aneurysma erleidet etwa einer pro Jahr eine Blutung – 999 nicht.

Dieser Durchschnittswert sagt allerdings wenig über Ihr persönliches Risiko aus. Es hängt davon ab, wie groß das Aneurysma ist, wo es liegt, welche Form es hat, wie alt Sie sind, ob Ihr Blutdruck erhöht ist, ob Sie rauchen und ob es in Ihrer Familie bereits Hirnblutungen gab. Genau diese Einordnung nehmen wir für Sie vor.

Ich habe die Diagnose – was bedeutet das jetzt?

Die meisten Menschen erfahren zufällig von ihrem Aneurysma. Sie stehen dann unvermittelt vor einem Wort, das zunächst sehr bedrohlich klingt. Deshalb zuerst das Wichtigste: 

Ein unrupturiertes  Aneurysma ist kein Notfall.

Sie haben Zeit. Zeit, sich zu informieren, Zeit, sich beraten zu lassen, und Zeit, eine Entscheidung nicht überstürzen zu müssen.

Das Risiko in Zahlen 

Über alle Aneurysmen hinweg ist das Risiko einer Blutung sehr niedrig:

Von 1.000 Menschen mit einem Aneurysma erleidet etwa einer pro Jahr eine Blutung – 999 nicht.

Dieser Durchschnittswert sagt allerdings wenig über Ihr persönliches Risiko aus. Es hängt davon ab, wie groß das Aneurysma ist, wo es liegt, welche Form es hat, wie alt Sie sind, ob Ihr Blutdruck erhöht ist, ob Sie rauchen und ob es in Ihrer Familie bereits Hirnblutungen gab. Genau diese Einordnung nehmen wir für Sie vor.

Warum nicht jedes Aneurysma behandelt werden sollte

Ein Hirnaneurysma kann auf unterschiedliche Weise behandelt werden – zum Beispiel von innen über einen Katheter oder im Rahmen einer Operation. Beide Verfahren sind bewährt, aber nicht ohne Risiken. In seltenen Fällen können sie zu bleibenden gesundheitlichen Schäden führen oder sogar lebensbedrohlich sein.

Deshalb gilt: Je geringer das persönliche Risiko ist, dass das Aneurysma zu einer Blutung führen könnte, desto sorgfältiger muss geprüft werden, ob eine Behandlung überhaupt einen Vorteil bringt. In manchen Fällen kann sie mehr Risiken mit sich bringen als das Aneurysma selbst.

Eine Behandlung ist deshalb eine gut begründete Option - aber nicht automatisch die beste Entscheidung.

Was jetzt sinnvoll ist – drei Schritte

1. Verschaffen Sie sich Klarheit über die Befunde.

Bringen Sie Ihre Bilddaten (CD/DVD oder Upload) mit – die Beurteilung eines Aneurysmas ist ohne die Originalbilder nicht möglich.

2. Lassen Sie eine individuelle Risikoabwägung durchführen.

Wir stützen uns dabei auf etablierte und zum Teil von uns selbst entwickelte Klassifikationen (PHASES, UIATS) und – ergänzend und bislang nur im Rahmen von Studien – auf moderne Blutbiomarker aus unserer eigenen Forschung. Das Ergebnis besprechen wir mit Ihnen, nicht über Sie hinweg.

3. Die wirksamsten Stellschrauben zur Senkung des Risikos haben Sie selbst in der Hand

Sorgen Sie für einen konsequent eingestellten Blutdruck und hören Sie mit dem Rauchen auf. Diese beiden Maßnahmen senken effektiv die Wahrscheinlichkeit, dass ein Aneurysma wächst oder blutet. Beides – Ihren Blutdruck und Ihr Rauchverhalten – können Sie selbst aktiv beeinflussen und damit Ihr persönliches Risiko senken.

Behandeln oder beobachten?

Für die Entscheidung stellen wir zwei Fragen gegenüber: 

  1. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Aneurysma im Laufe der kommenden Jahre Probleme verursacht? 

  2. Und wie groß ist das Risiko einer vorbeugenden Behandlung?

Nur wenn die Vorteile einer präventiven Behandlung größer sind als die möglichen Risiken, ist ein Eingriff sinnvoll. Grundlage unserer Einschätzung ist die europäische Leitlinie zum Umgang mit unrupturierten Aneurysmen (ESO-Leitlinie 2022), an deren Entwicklung unser Team maßgeblich mitgewirkt hat, sowie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse.

Diese Entscheidung folgt keiner einfachen Formel. Sie entsteht aus einer ärztlichen Abwägung, die Ihre individuelle Situation berücksichtigt, Ihre Lebensumstände, Ihre Vorerkrankungen, Ihre Lebenserwartung und – ausdrücklich – Ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen.

Was in die Entscheidung einfließt

  • Wir berücksichtigen Größe, Lage und Form des Aneurysmas, mögliche Veränderungen im Verlauf, Ihr Alter, Ihren Blutdruck, das Rauchen, frühere Ereignisse, familiäre Belastungen sowie Ihre Begleiterkrankungen und Ihre persönliche Lebenserwartung.

Welche Therapiemöglichkeiten bestehen

  • Je nach individueller Situation kommen eine strukturierte Verlaufskontrolle mit gezielter Behandlung beeinflussbarer Risikofaktoren, eine Behandlung über einen Katheter (z. B. Coiling, Stent oder Flow Diverter), ein mikrochirurgischer Eingriff oder die Teilnahme an einer klinischen Studie infrage.

Teilnahme an einer Studie

  • Mit der PROTECT-U-Studie untersuchen wir, ob eine konsequente Blutdrucksenkung in Kombination mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure dazu beitragen kann, das Risiko einer ungünstigen Entwicklung von Hirnaneurysmen zu verringern. Es handelt sich um die weltweit erste Studie dieser Art.

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