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Willkommen im Neurochirurgischen Labor für Neuroonkologie und Tumorbiologie
Im Neurochirurgischen Labor für Neuroonkologie und Tumorbiologie untersuchen wir, wie Glioblastome mit dem umgebenden Gehirn interagieren, funktionelle Tumorzellnetzwerke bilden und auf neue therapeutische Strategien reagieren. Als klinisch-wissenschaftliche Arbeitsgruppe verbinden wir patientenbasiertes Tumormaterial mit 2D- und 3D-Modellen, Live-Cell-Imaging, Organoid-Technologien und molekularen Analysen. Unser Ziel ist es, Mechanismen von Invasion, Therapieresistenz und Rezidiventstehung besser zu verstehen und präklinische Erkenntnisse möglichst nah an die klinische Anwendung zu bringen.
Unsere Forschungsschwerpunkte
Tumorzellnetzwerke und Cancer Neuroscience
Wir untersuchen, wie Glioblastomzellen über sogenannte Tumor microtubes und Kalziumsignale miteinander kommunizieren und funktionelle Netzwerke bilden. Diese Netzwerke können Invasion, Anpassungsfähigkeit und Therapieresistenz unterstützen. Mit Live-Cell-Imaging, genetisch kodierten Reportersystemen und molekularen Analysen verfolgen wir diese Prozesse in unterschiedlichen präklinischen Modellen. Ziel ist es, verwundbare Punkte der Tumor-Hirn-Kommunikation zu identifizieren, die sich für neue therapeutische Strategien nutzen lassen.
Patientenbasierte Modelle und funktionelle Therapietestung
Patientenabgeleitete Tumoroide, Brain Tumor Organoids und weitere komplexe 3D-Modelle ermöglichen es uns, zentrale Eigenschaften menschlicher Glioblastome unter kontrollierten Bedingungen zu untersuchen. Wir nutzen diese Systeme zur Analyse von Tumorinvasion, Netzwerkbildung und Therapieansprechen und entwickeln Modelle weiter, die eine möglichst patientennahe und gleichzeitig reproduzierbare präklinische Testung neuer Therapieansätze ermöglichen.
Tumor Treating Fields und netzwerkgerichtete Therapien
Ein aktueller Schwerpunkt untersucht die Wirkung von Tumor Treating Fields (TTFields) auf Glioblastomnetzwerke. Dabei analysieren wir strukturelle und funktionelle Veränderungen der Tumorzellen sowie Effekte auf Tumor microtubes, Kalziumkommunikation, Proliferation und Infiltration. Die Arbeiten werden durch den AACR-Novocure Cancer Research Grant unterstützt und verbinden funktionelle Bildgebung mit patientenbasierten Modellen und molekularen Analysen.
Neurochirurgische Läsion, Tumorrand und Rezidiventstehung
Ein weiterer Schwerpunkt beschäftigt sich mit der Frage, wie chirurgische Läsionen und hirneigene Wundheilungsprozesse mit verbliebenen Glioblastomzellen interagieren. Hierfür entwickeln wir experimentelle Modelle des postoperativen Tumorrandes und der Rezidiventstehung. Damit möchten wir besser verstehen, wie Tumorzellen auf Gewebeschädigung und Veränderungen ihrer Mikroumgebung reagieren und welche neuen therapeutischen Möglichkeiten sich daraus ergeben könnten.
Ausgewählte kompetitive Forschungsförderung
Laufende Förderungen
Health + Life Science Alliance Heidelberg Mannheim – ExploreTech
The Neurosurgical Margin in a Dish: A Fluorescence-Guided Resection-and-Relapse LEGO/IPTO Organoid Platform for Glioblastoma
2026
Health + Life Science Alliance Heidelberg Mannheim – Interinstitutional Postdoc Program 2026–2028
- Precision Neuro-Oncology through Patient-Specific Organoid and AI Integration
- Spatial lipidomic profiling of anatomically annotated glioblastoma to uncover brain-region-specific metabolic niches and therapeutic vulnerabilities
Previous competitive funding
DKFZ-Hector Seed Funding (2022–2024) · Olympia Morata Programme (2023–2025) · DFG SFB 1389/1 (2019–2023)
Team
Dr. med. Oluwadamilola Akanji, MSc
Facharzt
Postdoctoral Fellow
Klinische Hirntumorforschung
Francesca Cianci, PhD
Postdoctoral Fellow
Interinstitutional Postdoc Program der Health + Life Science Alliance Heidelberg Mannheim; Projekt in Kooperation mit der AG Haikun Liu (DKFZ Heidelberg)
Shaswati Parihari, PhD
Postdoctoral Fellow
Interinstitutional Postdoc Program der Health + Life Science Alliance Heidelberg Mannheim; Projekt in Kooperation mit Carsten Hopf (CeMOS - Research and Transfer Center; TU Mannheim)
Rafat Esso
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Mina Atabakhsh
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Medizinische Doktorandin
Experimentelle Glioblastomforschung; Projekt in Kooperation mit der AG Haikun Liu (DKFZ Heidelberg)
Cedric Becker
Physik Masterstudent
Kollaborationsprojekt mit der AG Prof. Weidemüller,
Physikalisches Institut, Universität Heidelberg
Julius Beichert
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Julia Maresa Busch
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Jena Kim
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Miaozhen Lin
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Medizinische Doktorandin
Experimentelle Glioblastomforschung; Projekt in Kooperation mit der AG Frank Winkler (DKFZ Heidelberg)
Anna Tait
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Ärztin in Weiterbildung
Medizinische Doktorandin
Klinische Glioblastomforschung
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Ärztin in Weiterbildung
Medizinische Doktorandin
Klinische Glioblastomforschung
Alumni
Niklas Zimmermann
María Martínez Fernández
Doktorandin im Neuroscience PhD Programme und Mitglied des Laboratorio de Neurobioquímica am Instituto de Neurociencias de Castilla y León (INCyL), Universidad de Salamanca. Sie absolvierte einen dreimonatigen, durch ein EACR Travel Fellowship geförderten Forschungsaufenthalt in unserem Labor und in der AG von Frank Winkler am DKFZ Heidelberg.
Dr. med. Jonathan Bergner
Glioblastomnetzwerke in organotypischen Kulturen
Jonathan Bergner schloss seine Promotion 2026 erfolgreich ab. In seiner Dissertation etablierte und charakterisierte er organotypische Hirnschnittkulturen als präklinisches Modell zur Untersuchung von Glioblastomnetzwerken und Tumor microtubes. Seine klinische Weiterbildung setzt er am Brüderklinikum Julia Lanz in Mannheim fort.
Dr. med. Till Vincent Alçiçek Helm
Einfluss von Musik und Geräuschunterdrückung während Tumorresektionen mit Wachphase auf die subjektiv empfundene und die objektive gemessene Stressbelastung des Patienten
Till Helm schloss seine Promotion 2026 erfolgreich ab. Ergebnisse des Projekts wurden unter dem Titel „Music During Awake Brain Tumor Resection: A Case Series“ im Journal of Neurosurgical Anesthesiology publiziert. Er bleibt der Universitätsmedizin Mannheim erhalten und arbeitet inzwischen in der Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin und Schmerzmedizin.
Steffen Schlieper-Scherf
Disrupting glioblastoma networks with tumor treating fields (TTFields) in in vitro models
Steffen Schlieper-Scherf untersuchte in seinem Promotionsprojekt die Wirkung von Tumor Treating Fields (TTFields) auf funktionelle Glioblastomnetzwerke. Die Ergebnisse wurden 2024 als Erstautorarbeit “Disrupting glioblastoma networks with tumor treating fields (TTFields) in in vitro models” im Journal of Neuro-Oncology publiziert. Parallel zur Fertigstellung seiner Dissertation absolviert er seine Facharztweiterbildung in der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am Deutschen Herzzentrum München.